Was für Hunde und Katzen schon gang und gäbe ist, gibt es jetzt auch für Nager: eine Tierpension, die sich um die Lieblinge kümmert, wenn ihre Besitzer im Urlaub sind. “Wirklich eine tolle Idee", "artgerechte Ferien für Großstadtnager" und "Endlich weiß man, wohin mit seinen Lieblingen"  das sind Zitate aus dem Gästebuch des "Hasenhotels", einer wohl einmaligen Anlage in Deutschland. Auf rund 8o Quadratmetern hat dieTierheilpraktikerin Heike Kaufmann Müller gemeinsam mit ihrem Mann im Münsterland ein Feriendomizil für Kaninchen, Meerschweinchen und kleine Nager errichtet. Die Idee kam ihr spontan, als ihre Schwester für ihre fünf Langohren und vier Meerschweinchen eine Unterbringung suchte. Sie selbst haben zwar keine Kleintiere, dafür aber Hund, Katze, Hühner und sechs Pferde.

 

Seit August 2003 haben sich bereits viele Gäste einquartiert. "Mit einem solchen Ansturm haben wir nicht gerechnet", sagt Heike Kaufmann Müller, Jetzt wollen wir unsere Anlage um mindestens 5o Prozent erweitern."

 

in den Außengehegen, in denen jedes Tier seine eigene Schutzhütte bekommt, fühlen sich die Neuankömmlinge sofort wohl. Vor allem Wohnungskaninchen folgen hier oft wieder ihrem Buddeltrieb.

 

Besonderer Wert wird auf

gute Ernährung gelegt: Es

gibt gutes Heu aus eigenem

Anbau, frisches Obst und

Gemüse und ausgewähltes

Kraftfutter. Heikes Schwester,

eine ausgebildete Tierärztin,

kümmert sich um die Gäste

im Krankheitsfall und ist auch

für die Krallen und Zahnpflege

zuständig. Hat ein Kaninchen

Nahrungsgewohnheiten oder benötigt  es

Medikamente, wird das natürlich bei der täglichen

Pflege berücksichtigt.

 

Aus Sicht der Tiere ist das Anwesen ein 5 Sterne Hotel, der Preis der Unterbringung ist aber moderat: 3 Euro kostet die"Vollpension" pro Tag, in der Heizperiode kommt ein Zuschlag von o,5o Euro/Tag hinzu. Ab dem dritten Tier gibt es 30% Ermäßigung.

Einzige Voraussetzung: Die Gäste müssen gegen RHD und Myxomatose geimpft sein.

 

Gabriele Hellwig

Urlaub im

         Hasenhotel

Europas größtes Tiermagazin

Bericht  in der Ausgabe

Nr.3 / März 2004